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Nina lebt

Samstag 14. Aug 2010 um 01:12 Uhr

Lena hätte jetzt vermutlich ein “Nini-in-action-dé jà vû” (oder so ähnlich) nach dem nächsten: Während die Kuvertüre im Wasserbad brav vor sich hin schmilzt, schraube ich die Kleiderhaken wieder an unsere Garderobenwand. Leider hatte jene sich ja in der Vergangenheit als weniger haltbar als erhofft erwiesen, weshalb vor ein paar Stunden alle wackligen Dübel entfernt, die Löcher mit Spachtelmasse ausgespritzt und mit neuen Hohlraumdübeln gespickt und alle – jetzt wieder Ex-Löcher – neu mit roter Farbe umpinselt worden waren. Spachtelmasse (von Stupsi liebevoll “Salbe” genannt, schließlich kommt die in solche Kleinstmengen instant aus der Tube) und Farbe sind trocken, Mama ist halbwegs blau und ziemlich voller Koffein, also werden Garderobe, Schokoladenkuchen und Donauwellen zeitgleich fertiggestellt. In vierzehn Stunden tanzen hier die Gäste für Torbens und Stupsis Vierzigsten an. Was sagt man dazu? Tschakka!

Parallel kann ich übrigens die Heldin im Chaos als Lesestoff empfehlen. Schon ist man nicht mehr die Einzige, die nächtens noch kleine Heldentaten vollbringt, auch wenn mir höchstens die Schoki anschröggeln kann und hoffentlich keine Babys anfangen werden zu brüllen.

Gute Nacht.

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Durchstart

Montag 08. Feb 2010 um 17:26 Uhr

Wenn man durchstarten kann, müsste es doch “Durchstart” als Substantiv dazu geben, oder?

Wie auch immer… ich melde mich hiermit aus der Versenkung zurück. Noch äußert sich das nicht in zahlreichen Blogeinträgen, aber dafür lohnt es sich, mal wieder auf meiner Website reinzugucken, denn dort gibt es jede Menge Neuigkeiten:

Ich finde, das lohnt sich schon. Und es wird weitergehen, versprochen. Mal sehen, wann meine ehemaligen Stammleser den Weg hierher zurückfinden. Meldet euch doch gerne kurz per Kommentar, ich freu mich.

Liebe Grüße,

Nina

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Schrank

Dienstag 23. Jun 2009 um 20:58 Uhr

Uuuups, jetzt haben wir nicht nur einen begehbaren Kleiderschrank, sondern doch wieder einen begehbaren Schuhschrank. Dabei war das doch gar nicht so geplant ;-)

Da kann man mal sehen, wozu unsere ehemaligen Küchenregale noch so gut sind: Sie liefern so viele Regalböden, dass man sogar eine spezielle Schlappen- und Sandalenabteilung aufmachen kann. Wenn die beiden Regale voll sind (ja glaubt ihr etwa, das waren schon alle meine Schuhe???), werde ich wohl anfangen, Schuhgeschichten zu schreiben. Zu einigen Paaren fallen mir nämlich ein paar Anekdoten ein, frei nach dem Motto: “Wenn deine Kollegen dir deine Sommerschuhe verbieten”.

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Auswahl

Dienstag 16. Jun 2009 um 12:33 Uhr

Ähnlich schnell, wie die Wand dem Hammer zum Opfer fiel, haben wir gestern noch Tapeten und Farbe ausgesucht. Ich bin mal seh gespannt, wie das aussehen wird. Die Tapete ist so schwarz-weiß geschwungen gestreift und die Fensterwand wird hellgrün. Da ich auf der langen Kniestockseite bereits die alte Strukturtapete abgekratzt und die Wand grundiert habe, könnte ich jetzt entweder lostapezieren oder losstreichen. Ich kann mich gerade nicht entscheiden… Aber auf den Tapetenkleister müsste ich warten, das spricht doch für das grün, oder?

Der Blick in die Ecke. Der rote Teppich wird später noch unter einer Lage Laminat verschwinden, das zur Zeit noch im Laden lagert. Aber es trägt schon Torbens Namen und ich kann es jederzeit abholen. Ich wollte allerdings, dass die Tapete vorher wenigstens ein paar Minuten Zeit hatte, um zu trocknen. Deswegen habe ich erstmal schnell die paar Bahnen an den Kniestock geklatscht geklebt.

So sieht die Tapete bei näherem Hinsehen aus. Was man auf keinem der Fotos gut erkennen kann ist, dass die weißen Teile der Tapete strukturiert sind und die schwarzen Streifen glänzen. Naja, das müsst ihr euch halt irgendwann live und in Farbe angucken kommen. Im Vordergrund befindet sich übrigens unser “Babygefängnis”, das als Laufstall genutzte Reisebettchen.

So, meine Brötchen sind fertig. Und nach dem Essen holen wir ein paar Pakete Laminat.

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Eindeutig

Montag 15. Jun 2009 um 21:14 Uhr

Stupsi ist eindeutig meine Tochter. Sie hat mir gerade dabei geholfen, Tapete von der Wand zu kratzen. Ich hab ihr einen Anfang gemacht und sie hat dann den Streifen abgezogen. Respekt!

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Kurzer Prozess

Montag 15. Jun 2009 um 12:42 Uhr

Nö, hat nichts mit einer Gerichtsverhandlung zu tun. Das Todesurteil hatten wir demokratisch ohne richterliche Beteiligung und ohne Geschworene beschlossen und ich durfte heute sozusagen Henker sein. Tod durch den Hammer lautete der genaue Beschluss. Es ging dem letzten Stück Wand an den Kragen (bevor hier jetzt noch jemand falsche Schlüsse zieht). Eigentlich hätte ich ja die Küche weiter aufräumen müssen, aber dazu hatte ich keine Lust. Also hab ich mir meinen Lieblingsfäustel geschnappt und  wie eine Irre auf die Wand eingeprügelt den Rückbau der Wandscheibe vorgenommen. Das Resultat liegt jetzt als Schutt und Staub im zukünftigen Partyraum mit begehbarem Kleiderschrank und zum Teil auch schon auf einer Folie im Hinterhof.

Ein guter halber Meter steht noch. Das liegt aber daran, dass ich die Kommode noch nicht weggeräumt hatte, die ganz am Ende unseres ehemaligen begehbaren Schuhschranks stand. Wer hätte auch ahnen sollen, dass Frau Wand sich ohne Gegenwehr den Hals umdrehen lässt?

Na komm, das schaffe ich noch vor der Mittagsruhe!

edit: Um 12:53 Uhr war der verbleibende halbe Meter Wand auch umgefallen. Jetzt warten ungefähr zwei oder drei Badewannen voller Schutt darauf, eimerweise nach unten getragen zu werden *seufz* Wieso hab ich eigentlich keinen Handlanger für solche Arbeiten? Schuttschleppen ist doch bestimmt Männerarbeit, oder?

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Schlafzimmer

Mittwoch 10. Jun 2009 um 23:33 Uhr

Geschafft! Nachdem heute morgen noch der rohe Holzfußboden voller Tapetenschnipsel und Gipskartonreste lag, ist der ehemalige Rumpeldachboden seit ner knappen Stunde ein Schlafzimmer.

Erinnert ihr euch noch daran, wie es vorher aussah? Willkommen zur Vorher-Nachher-Show:

Die Renovierung hat begonnen. Das Geländer ist neu und am rechten Bildrand hat sich ein kleines Stück der nagelneuen Treppe eingeschlichen.

Das war im Februar. Jetzt sieht es an derselben Stelle so aus:

Hinzugekommen sind: Sparlattung, verspachtelte und gestrichene Gipskartonplatten, Tapete, Halogenseilsystem, Alurohre im Geländer.

Der Blick in Richtung Giebel gestaltet sich noch vor einem guten Vierteljahr derart:

Romantische Beleuchtung von Siemens bildete zusammen mit der Alukaschierung der Dämmwolle ein Gefühl wie in einem überdiemensionalen Raumanzug. Oder so, wie ich mir das vorstellte. Die schwarze Folie hatten wir benutzt, um das Dach abzudichten, denn in der Dämmwolle wohnte mal eine Vogelfamilie. Die vor Jahren abgerutschte Dachpfanne hatte ihnen eine hervorragende Einflugschneise geboten. Ferner wohnte etwas weiter unten in der Dämmwolle mindestens eine Maus. Tja, die Flugviecher waren eh schon ausgewandert und die Maus hatten wir verjagt.

Statt der schwarzen Folie wollte ich Durchblick haben und habe mit Glas in Form eines Dachflächenfensters nicht gegeizt:

Vorher: Fußboden aus Holzplatten und wüstes Gerümpel, hinterher: Teppichboden und ein Bett.

Achja, dann war da ja noch die Nummer mit der Säule:

Alter Schwede, ich bin hundskaputt. Aber zum Glück wartet ganz oben ja ein Bett mit Blick in den Himmel auf mich. Mal sehen, wann wir das erste Mal unter einem sichtbaren Sternenhimmel schlafen werden.

Gute Nacht!

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Blitzsaubere Kante

Donnerstag 04. Jun 2009 um 15:10 Uhr

Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, aber ich habe begonnen, zu tapezieren. Am besten nimmt man sich ja die kompliziertesten Ecken zuerst vor, und so habe ich die Trennwand zwischen Schlafzimmer und Rumpelkammer gewählt. Zur Erinnerung: Die ist dreieckig! Aber ich bleibe bei meiner Aussage, dass Vliestapete sehr leicht zu tapezieren ist. Wand kräftig mit Kleister einschmieren, Tapete draufdrücken, geraderücken, abschneiden und die Enden nochmal festrollen. Fertig.

Die blitzsaubere Kante befindet sich übrigens am oberen Ende des Bällchenpools. Dort habe ich eben das erste Stück Dachschräge bis an die Oberkante der gelben Pooltapete gestrichen und beklebt. Mal sehen, vielleicht wird diese Kante ja noch mit einem Stückchen Bordüre verziert. Oder ich warte, bis mein Töchterchen Handabdrücke an die Wand machen kann.

Ach ja, das hätte ich beinahe vergessen: Unser Halogenseilsystem ist angeschlossen und funktioniert. Stupsi mag das Licht ziemlich gerne, zumindest schaut sie sich fasziniert die Leuchte über ihrem Reisebettchen an.

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Endspurt

Dienstag 02. Jun 2009 um 00:20 Uhr

Es ist kaum zu glauben, aber ich werde tatsächlich noch in diesem Leben mit unserem Dachboden fertig. Ein kleiner Rückblick: Zu Beginn gab es einen Spitzboden ohne Tageslichteinfall, in dem man nur durch Dachpfannen und einer zwischen den Sparren klemmenden Schicht aus alukaschierter Dämmwolle von der Außenwelt getrennt wurde.

Schritt 0: Torben überzeugen, dass ausgebaut werden muss.
Schritt 1: Dampfsperrfolie eintackern.
Schritt 2: eine Trennwand bauen.
Schritt 3: Sparlattung anschrauben und mit Gipskartonplatten beplanken.
Schritt 4: einen Bällchenpool bauen (der bisher noch immer nicht als solcher genutzt worden ist).
Schritt 5: Dachfenstereinbau. Ich glaube seit dem Tag hasst mein Schwiegerpaps meinen Größenwahn, weil das Fenster nur so gerade eben überhaupt passte.
Schritt 6: Noch mehr Gipskarton.
Schritt 7: Die alte Elektroinstallation verstehen (hat mehrere Stunden gebraucht).
Schritt 8: Elektrokram an unsere neuen Bedürfnisse anpassen.
Schritt 9: Noch mehr Gipskarton verbauen. Beispielsweise verschwindest der Schornstein jetzt hinter einer formschönen Rundsäule.
Schritt 10: weiß streichen, denn die Vliestapete braucht eine einheitliche Untergrundfarbe. Gleichzeitig dient die weiße Farbe als Grundierung und gewährleistet, dass wir evtl. irgendwann die Tapete wieder entfernen können.

Momentan stecke ich zum Teil noch in Schritt 10, habe aber mit Schritt 11 bereits begonnen: Tapezieren. Beim Bällchenpool hatte ich mich diesbezüglich ja nicht zu sehr mit Ruhm bekleckert. Auch jetzt weiß ich noch nicht, mob mir die ganzen Kehlen wirklich gelingen werden. Aber eines ist sicher: Vliestapeten zu verarbeiten ist kinderleicht. Man schmiert Kleister auf die Wand, patscht die Tapete drauf, rückt sie evtl. gerade, drückt sie an und fertig. Kein Einweichen, kein Vorkleistern. Genial! Ich werde NIE WIEDER dieser verdammte komplizierte Rauhfaser verarbeiten!

Und warum habe ich schon zum Teil tapeziert, wenn die weiße Farbe noch nicht komplett ist? Ganz einfach: Die Fläche über dem Fenster und genau gegenüber über der Tür zur Rumpelkammer sind bereits jetzt tapeziert, damit ich morgen das Halogenseilsystem installieren kann. Dann haben die Abende im wenig kuscheligen Licht der Baulampe endlich ein Ende.

Was bleibt noch zu tun? Etwa 30% der Dachschrägen müssen noch gestrichen werden. Danach bekommen die fleckigen Stellen einen zweiten Anstrich und sobald der getrocknet ist, kann ich endlich tapezieren. Bisher hatten wir mit zwei Tagen Arbeit gerechnet, aber vermutlich könnte es auch schneller erledigt sein, sofern man zu zweit voll durcharbeiten kann. In die Säule soll noch ein Regal integriert werden. Dieses könnte dann z.B. CDs und Bücher beherbergen. Mal sehen, ob meine Lust dazu ausreicht.

Dann noch fix Teppich verlegen, das Bett unten ab- und oben wieder aufbauen, ein Regal ein die Schräge bauen, fertig! Direkt danach geht es unten weiter.

Tapeten abkratzen, neu tapezieren, Laminat verlegen, Schränke verrücken, noch mehr Laminat verlegen, noch mehr Tapeten abkratzen und neu tapezieren, ein weiteres Halogensystem installieren, eine kleine Wand mit Gipskarton verkleiden… Aber am Ende werden wir einen genialen Partyraum haben, der dann sofort mit meiner nachgeholten Geburtstagsfeier eingeweiht werden soll.

Guter Plan!

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Geht nicht gibt’s nicht

Dienstag 26. Mai 2009 um 19:17 Uhr

Neues vom Dachboden: Der Schornstein samt Mauerrest soll hinter einer Verkleidung verschwinden. Das sieht soweit nicht allzu aufwändig aus, aber wir hätten gerne eine runde Verkleidung. Also sozusagen eine aus der Mauer wachsende Rundsäule. Für solche Belange gibt es spezielle Platten, die aus Hartschaum bestehen und schon fertig eingeschnitten sind, damit man sie “biegen” bzw. an eine Rundung anpassen kann. Der Preis einer solchen Platte liegt etwa bei 30 Euro, allerdings bräuchte ich zwei Stück. Okay, 60 Euro für ein Highlight könnte man sich ja noch gefallen lassen…

…wenn die Bruchfugen nicht mit einer ganz speziellen Fugenmasse ausgespritzt werden müssten. 300ml dieser Masse kosten 7 Euro und ich würde mit einer Kartusche ungefähr 6 Fugen schaffen. An der Stelle habe ich dankend abgelehnt, denn normale Spachtelmasse kann ich angeblich nicht verwenden. “Ich darf Ihnen nur das sagen, was der Hersteller empfiehlt” war der Tenor in beiden Baumärkten. Dass eine Rundsäule mit Gipskarton realisierbar ist, konnte sich im Baumarkt niemand vorstellen. “Gipskarton kann man ja nicht biegen!”

Ach was! Das ist ja ganz neu für mich. Die sogenannten Flexplatten mit Hartschaumkern sind übrigens auch nicht biegbar, sondern vorgeschlitzt. Kann man das nicht mit Gipskarton realisieren? “Nein, das geht nicht. Da sind ja auf beiden Seiten Kartonschichten, das bricht!” Richtig. Der Gips soll ja auch brechen, das wäre der Plan, denn nur eine Kartonschicht – die hintere bzw. in der Säule die innere – muss heil bleiben. Meine Säule würde einen Radius von schätzungsweise 30cm oder sogar mehr haben. Man kann ja mal mit einem Reststück testen, was passiert.

Na ratet mal: Auf dem Dachboden trocknet eine kleine kreisrunde Säule mit ca. 15cm Radius fröhlich vor sich hin. Wenn ich das Ding stabilisiert bekomme, darf Stupsi da später drauf sitzen. Ich habe den Karton alle 2cm eingeschnitten, jede Schnittkante gebrochen, das Gebilde um eine runde Schüssel herum gestellt und verspachtelt.

Mein nächster Test wird ein Zehneck mit einer Seitenlänge von 2,5cm. Und danach werde ich entscheiden, in welchem Abstand geschlitzt werden muss, wenn es an die “echte” große Säule geht. Das Einzige, was mir zur Zeit noch Sorgen macht, ist die Frage: Womit gebe ich die runde Form vor? Mehrere deckungsgleiche und exakte Kreise aus Holz auszusägen, dürfte ziemlich schwierig sein. Ob ich im Baumarkt fragen sollte? ;-)

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