geschrieben von Nina | in der Kategorie "Allgemeines"
Samstag 18. Apr 2009 um 13:45 Uhr
Gerade habe ich die Geschichte von Robert gelesen. Der Gute erinnerte mich arg an… nennen wir ihn Tobias. Ich war damals 20 Jahre alt und Tobias ziemlich exakt 10 Jahre älter. Abgeschlossenes Studium, krisenfester Job im öffentlichen Dienst, zwei Zimmer bei Mama und Papa im Haus. Tobias war wahnsinnig stolz darauf gewesen, dass er sein Auto (einen 3er BMW) hatte in bar bezahlen können. Und auch sonst war er fast so sehr wie seine Mutter Frau Neureich rund um die Uhr auf den gesellschaftlichen Status bedacht.
Wenn man bei Tobias zu Besuch war, hatte der schon vorher seiner Mama erzählt, dass der Besuch bitte im Gästezimmer schlafen wolle. Und bei warmem Wetter war es natürlich klar, dass Tobias nicht in einer knielangen gebügelten sauberen beigefarbenen Levis in die Stadt gehen darf, sondern sich auf Wunsch seiner Mama eine lange Hose dafür anzieht. Und natürlich war es auch die Mama, die zu bestimmen hatte, wann Tobias im Cabrio mit offenem Verdeck fahren darf.
Erst langsam kamen die ganzen Geschichten ans Licht. Ja, Tobias hatte schonmal eine Freundin gehabt. Diese war dann eines Morgens bei Frau Neureich in die Küche gestapft und hatte dieser brühwarm erzählt, dass ihr Sohn jetzt ein Mann sei. Wie die Wahl “Freundin oder von Mama und Papa bezahltes Studium” damals ausgegangen ist, habe ich ja eingangs schon beantwortet.
Seine nächste Trennung hatte er selbst inszeniert. Seiner Freundin erzählt er, er sei ihre Bevormundungen leid (dabei war sie es doch gar nicht gewesen, die ihn immer mit Mütze in die Mittagspause geschickt hat). Aber vielleicht könne man ja später einen Neuanfang wagen. Sie stimmte halbherzig zu, denn dass die Beziehung alles andere als rosig war, hatte sie längst gemerkt. Nach wenigen Tagen kam Tobias an und wollte seinen Neuanfang. Er habe sich nur getrennt, um ihr einen Schuss vor den Bug zu verpassen und ihr zu zeigen, dass man so mit ihm nicht umspringen könne. Tja, sie wollte ihn aber nicht mehr und ließ ein tobendes Muttersöhnchen zurück.
Frau Neureich ist übrigens mit Anfang 60 an Krebs verstorben. Kein Wunder, sie hatte die Krankheit schonmal vermeintlich besiegt gehabt, aber konnte die Finger nicht von den Kippen und den kleinen Gläsern mit Schraubverschluss, in welche sie zu aschen pflegte, lassen. Ob Tobias nach ihrem Tod endlich erwachsen geworden ist, habe ich nicht mehr mitbekommen. Er hat sich in eine andere Stadt beworben und nicht wenige sahen darin einen willkommenen Anlass, den Kontakt vollkommen abzubrechen.
Jetzt sag mir bloß mal jemand: Wieso gibt es scheinbar immer wieder Männer, die so leben???
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Fundsache,
Männer!
geschrieben von Nina | in der Kategorie "Allgemeines"
Mittwoch 17. Dez 2008 um 12:31 Uhr
Wir haben den nächsten Ärztemarathon hinter uns. Gestern waren wir zum Ultraschall im Elbeklinikum und heute dann mit Bildern und Befunde beim Orthopäden. Die Bilder hatte uns die nette Radiologin auf einer CD mitgegeben, die auf meinem Laptop tadellos läuft. Dazu ein Kurzbefund, auf dem sie nur die relevanten WInkel und “li Hüfte besser” geschrieben hatte. Dazu hatte sie mir aber noch gesagt, dass man die notwendige Ausreifung der hüfte nicht allein von den WInkeln abhängig machen soll, sondern auch auf den Verknöcherungsfortschritt des Gelenkkopfes gucken muss.
Mein Orthopäde war da anderer Meinung. Ein Blick auf die zwei Zahlen und schon wusste er, dass wir die Schiene noch so drei-vier Wochen tragen müssen. Daraufhin hab ich ihn erstmal auf die CD gestupst. “Die sind in unseren Maschinen nicht lesbar. Ich hab da schon so oft in der Klinik angerufen… *laber*” – “Also bei mir auf dem Laptop läuft die tadellos. Hat ihr Laptop kein CD-ROM-Laufwerk?” – “Doch, aber dann muss ich hier alles runterfahren und dafür habe ich eigentlich gar keine Zeit!” In seiner IBM-Kiste kann die CD tatsächlich nicht geöffnet werden. Komisch, die hat eine Autostartfunktion! Am Ende hat er sein Patientenverwaltungsprogramm auf seinem Laptop (ein Computer pro Behandlungsraum ist nicht genug) dann aber doch geschlossen und die Bilder angesehen. Schau mal einer an, geht doch!!! Ich seh’s ja gar nicht ein, dass ich blöder Kassenpatient dafür büßen soll, dass Herr Doktor sich alle fünf (!) Minuten einen Termin legt. Aber wir haben ja Übung im Umgang mit denen: “Wie lang ist denn die Wartezeit heute?” – “Noch ungefähr eine halbe Stunde.” – “Dürfen wir in der Zeit noch eben zu Budni hüpfen?” – “Ja klar.” Ätsch, so umgeht man die Zeit im Wartezimmer.
Fazit der Beurteilung ihrer Hüfte: In zwei Wochen dürfen wir die Schiene abmachen, in vier Wochen sollen wir dann wieder zu ihm kommen und in sechs Wochen wieder zum Ultraschall. Die Schiene geht dann übrigens in die Dritte Welt, sehr interessant. Ich nehme mir mal ganz fest vor, dass ich die erst NACH dem Ultraschalltermin abgebe. Die Dritte Welt bekommt die nicht, bevor unser Mäuschen nicht komplett fit ist! Und vermutlich ist die Idee auch gar nicht ganz blöd, das Ding nach den zwei Wochen noch weitere zwei Wochen nachts zu tragen, oder? Egal, nach Graf ist Stupsis Hüfte jetzt auf jeden Fall Ia. Und das ist ja das Einzige, was wirklich zählt.
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Stupsi
geschrieben von Nina | in der Kategorie "Allgemeines"
Donnerstag 27. Nov 2008 um 11:24 Uhr
Wenn ich die Auswahl habe zwischen Bummeln im Schuhgeschäft oder Bummeln im Baumarkt, wähle ich bekanntlich Letzteres. Meine neuste Anschaffung von heute morgen waren eine Handkreissäge und zwei Sätze Halogeneinbauspots. Die zwei linken Hände sucht man(n) nun wirklich bei jemand anderem.
Allerdings war bei den Spots leider nicht beschrieben, wie die Reihenschaltung verkabelt werden muss und mein Physikunterricht ist zehn Jahre her. Macht nichts, ich kann ja im Baumarkt nachfragen.
Im Baumarkt Nummer eins muss ich mich von einen Vorurteil verabschieden: Nur weil ein Mann die Lampenabteilung unter sich hat heißt das noch lange nicht, dass er weiß, wie man Spots verkabelt. Er muss passen, was ihm sichtlich unangenehm ist.
Baumarkt Nummer zwei ist ganz in der Nähe und ein kompetenter Mitarbeiter wird mir die Verkabelung beschreiben können, da ist sich die Dame an der Information sicher. Nachdem er einer Kundin vor mir eine Waschmaschine verkauft hat, will er mir zunächst weiß machen, dass er mir die Verkabelung nur sagen kann, wenn er die Spots sieht. Pustekuchen, ich hab sie mir angeguckt und kann ihm sehr genau beschreiben, wie man einen einzigen davon anschließt. Mir fehlt ja nur die Info, was ich mit mehreren machen soll. Dass die Spots ohne Trafo funktioneren glaubt er mir auch erst im zweiten Anlauf, aber dann beschreibt er mir, wie ich verkabeln muss. Da ich nicht sicher bin, ob ich nun das “Einsfünfquadrat” oder das dünnere Kabel nehmen soll, bitte ich ihn, mir zehn Meter vom passenden Kabel in die Hand zu drücken. Ob ich mir denn wirklich sicher bin, dass zehn Meter reichen? Ja, du Hengst, wenn ich ungefähr siebeneinhalb Meter brauche, sind zehn schon mit Irrtums- und Verschnittzuschlag. Aber es kommt noch besser: Auf dem Weg zur Kabelwand fragt er: “Wer schließt das denn alles an?” – “Ich.” – “Sie ganz alleine???” – “Ja.” – “Ist denn kein männliches Wesen in der Nähe, das Ihnen das machen kann?”
Jetzt im Nachhinein fallen mir natürlich ein paar passende Antworten darauf ein, aber es ist schon erstaunlich, wie wenig manche Männer einer Frau mit Kinderwagen zutrauen.
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Renovierung,
Technik
geschrieben von Nina | in der Kategorie "Allgemeines"
Sonntag 01. Jun 2008 um 09:32 Uhr
Sonntag, viertel vor neun zwischen Kaffeemaschine und Spülmaschine. Sie räumt die Spülmaschine aus, er hopst zwischen Küche und Kleiderschrank hin und her und braucht noch seinen Kaffee:
Er: “Die Tasse hättest du draußen lassen und mir sofort geben können.”
Sie (grinst): “He, ich bin doch nicht deine Putzfrau!”
Er: “Stimmt. Du bist noch nichtmal meine Frau.”
Sie: “Ja, aber jetzt ist es auch keine andere mehr. Von daher hab ich doch beste Chancen.”
Er: “Dann streng dich an.”




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Männer!
geschrieben von Nina | in der Kategorie "Allgemeines"
Samstag 29. Okt 2005 um 04:19 Uhr
…ist anders.
Also erstmal ist mein kleiner Bruder anders… zum Einen wächst er mir so langsam über den Kopf (Mist, bin zwar die Älteste aber auch die kleinste) und zum Anderen hatte er Geburtstag. Wetten, dass ich als einzige von der Reeperbahn aus gratuliert habe?
Genau, da war auch irgendwas anders.
Ich passe nämlich endlich wieder in meine orangefarbene Cordhose rein, also musste ich die mal sofort anziehen. Himmel ist das geil, wenn der Blick in den Spiegel sagt: Hey, du bist irgendwie schmal geworden! Und ich teste seit Donnerstag, ob wirklich was dran ist an dem Tipp mit den Kontaktlinsen. “Nina, kauf dir Kontaktlinsen. Mit Brille siehst du so brav aus!” Hab ich gemacht. Und was ist? Ja, IRGENDWAS ist anders.
Aber Männer sind nicht in der Lage, das zu entschlüsseln, was es genau ist. Und jetzt muss der Wolff mal als schlechtes Beispiel dienen, sonst ist er ja immer das gute: “Hast du ne neue Haarfarbe?” – “Nein, das ist noch die gleiche wie gestern!” – “Dann muss es am Licht liegen.”
Ähm… nein. Ich stand nicht unter einer roten Laterne oder so. Ich hab bloß keine Brille mehr auf. Und nachdem ich sogar die Rauchattacke gestern Abend im Birdland überstanden habe, find ich das ne gute Wahl.
Mal sehen, ob es irgendwann irgendwem auffällt ohne dass er nen Tipp bekommt 
Nina
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